»Humor definiert meine Weltsicht«, sagt Hub. »Komik gibt es auch an den dunkelsten Orten, da braucht man sie ja am dringendsten.« Die Unterscheidung zwischen Hochkultur und Unterhaltung findet er absurd, diese »Neigung, das Ernste höher einzuschätzen als das Erfreuliche. Wer Kultur und Entertainment trennt, schneidet sich die Hälfte der Erfahrungen ab. Wenn man im Theater lacht, heißt es nicht, dass die Geschichte keine gesellschaftliche Dimension hat.« Im Kindertheater gäbe es diese Kategorisierungen nicht. Hub ist durch Zufall dazu gekommen und hat entdeckt, wieviel „anarchischer Freiraum“ dort herrscht. Seine Texte sind dichte Schlagabtäusche, eine abstruse Idee folgt auf die nächste, kein Wort ist zu viel. Er mag Theater voller Absurditäten, Wortwitze und Überspitzungen. »Kindertheater ist gut, wenn es emotional berührt, intellektuell fordert und gut unterhält. Wenn es alle Möglichkeiten ausschöpft, die Theater hat.«

Auszug aus dem Portrait von Anne Fritsch in der Juli-Ausgabe 2019